Filmvorführung: „Vom Töten leben“

Berlin, 4. September. 15.30 Uhr, fsk-Kino am Oranienplatz

VOM TÖTEN LEBEN
Vom Töten leben (pdf)

ein Film von WOLFGANG LANDGRAEBER, ein Film gegen eine Mauer der Verdrängung und des Trotzes.

Wie leben Menschen in einer Stadt, in der viele Menschen seit vielen Generationen Kriegswaffen herstellen?
In der 14000-Einwohner-Stadt Oberndorf am Rand des Schwarzwalds sind die Rüstungsbetriebe Rheinmetall und Heckler & Koch die Grundpfeiler der lokalen Wirtschaft. Die Waffen, die dort hergestellt werden, sind in allen Kriegs- und Krisengebieten der Welt in Gebrauch. Wie denken die Bürger dieser Stadt darüber, wie der örtliche Pfarrer?
Wolfgang Landgraeber hatte 1983, auf dem Höhepunkt der Friedensbewegung dort die Filme Fern vom Krieg sowie Südfrüchte aus Oberndorf gedreht, und ist jetzt dorthin zurückgekehrt um Veränderungen und Kontinuitäten nachzugehen.

Anschließend Diskussion mit Wolfgang Landgraeber, Regisseur

Otfried Nassauer, Direktor des Berliner Instituts für transatlantische Sicherheit (BITS)

Mathias John, Rüstungsexperte Amnesty International Deutschland

Lothar Eberhardt (DFG-VK)

Videokundgebung: Selbstgedrehtes; und: Auf jeden Fall im Trockenen!

Wir sind ja keine Schönwetter-DemonstrantInnen – aber die Technik, die wir bei so einer Videokundgebung einsetzen müssen, ist ja so sensibel. Also, wenn es am 20. Juli abends regnet, findet die Veranstaltung nicht auf dem Heinrichplatz statt, sondern im New Yorck im Bethanien, Südflügel, 1. Etage, 1. Raum links!
(Für Ortsunkundige: Wer auf dem Mariannenplatz vor dem imposanten Bethaniengebäude steht, geht links am Haus entlang bis zur Ecke, dann zweimal scharf rechts, Eingang, Treppe rauf, dann wieder links.)

Außerdem haben wir bisher nicht verraten, dass wir rund 30 Minuten Selbstgedrehtes zeigen. Wer uns vorige Woche in der Stadt gesehen hat (und wir waren bei den Dreharbeiten einigermaßen auffällig), kann sich schon denken, was zu erwarten ist. Wir hoffen, es haben alle ihren Spaß…

GelöbNIX 2012: Videokundgebung „Das Volk lacht das Militär aus“

Freitag, 20. Juli, ab 20 Uhr, Heinrichplatz, Berlin-Kreuzberg.
Filme wenn´s dunkel wird: Spott und Hohn der Bundeswehr!

Das Bundeswehrgelöbnis am 20. Juli wird immer mehr eine Einladung zum Fremdschämen. Waren es früher wenigstens noch Wehrpflichtige aus der Mitte der Gesellschaft, die da strammzustehen hatten, sind es heutzutage fast ausschließlich, um einmal Bundeswehrprofessor Wolffsohn zu zitieren, Angehörige der Unterschicht.
Nicht dass wir etwas gegen die Unterschicht hätten, Befehle geben schließlich diejenigen aus der Oberschicht. Aber davon, dass die paar Tausend, die sich heute noch zum sog. Freiwilligen Wehrdienst melden, ein Spiegel der Gesellschaft sind, kann halt keine Rede sein.
Was da am 20. Juli zelebriert wird, ist weder ein Zeichen dafür, dass die Bundeswehr „in der Gesellschaft“ angekommen sei, noch ist es eine pompöse Militärparade. Es ist von beidem nur die Farce.
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20.Juli: Videokundgebung: Bunter GelöbNIX-Abend der Militär-Verhöhnung

Humorige Videos und launige Beiträge
Anlass: Aufmarsch der Deppen am Reichstag
(vulgo: Bundeswehr-Gelöbnis)

Heinrichplatz
Kreuzberg

ab 20.00 Uhr

Am 20. Juli wird die Bundeswehr wieder ein Gelöbnis vor dem
Reichstagsgebäude durchführen. Bei den teilnehmenden SoldatInnen
handelt es sich gewissermaßen um das letzte Aufgebot des
Militärs: Für ein Gelöbnis braucht es Wehrpflichtige. Die gibt es
aber nicht mehr, weswegen als Ersatz eine Auswahl aus den 3350
Männern und 44 Frauen genommen wird, die Anfang des Monats
als sogenannte „Freiwillig Wehrdienst Leistende“ angeheuert
haben.
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Gelöbnix-Prozess: Die Fortsetzungsfeststellungsklage

unter diesem sexy Titel verhandelt das Amtsgericht Tiergarten am Dienstag, 24. Mai, ab 11 Uhr die Frage, ob das faktische Verbot der Gelöbnix-Demo im Jahr 2009 rechtmäßig war. Zur Erinnerung: Die Polizei hatte damals die angemeldete Fahrrad-Demo komplett verboten und die Fußdemo mit dermaßen harschen Auflagen belegt, dass sie gaaaanz weit weg von den Soldaten hätte stattfinden müssen. Das Versammlungsrecht, zu dem auch das Recht gehört, Ort und Zeit einer Versammlung selbst zu bestimmen, wurde faktisch dem Interesse der Militärs an einem gemütlichen Gelöbnis geopfert.
Dagegen haben wir also geklagt, und am Dienstag steht insbesondere die Frage an, ob das Gericht unsere Beweisanträge annimmt. Dabei geht es zum Beispiel um ein Lärmgutachten des Senats, mit dem die Polizei argumentiert hat, warum die Demo so weit weg soll. Wir halten dieses Gutachten für extrem zweifelhaft und wollen, dass das Gericht selbst eine Expertise einholt. Weiterlesen

Reihe antimilitaristischer Abende: Tage des Zorns Die arabischen Revolten und die Politik des Westens

Freitag, 27. 5., 19.30 Uhr, Familiengarten, Oranienstr. 34, Berlin

mit Martin Glasenapp, medico international und
Jürgen Wagner, Informationsstelle Militarisierung

Die arabische Welt ist in Bewegung, seitdem das Volk in Tunesien den Diktator und Freund des Westens Ben Ali verjagte und Mubarak vor den Millionen auf dem Kairoer Tahrir-Platz kapitulierte. Tage des Zorns in Jemen, Jordanien, Bahrain, Algerien, Syrien — Keiner weiß, ob die Revolten den Panzern trotzen können. Was wird auf die Überwindung der alten Regime folgen? Weiterlesen

Reihe antimilitaristische Abende: “Internationalismus im 21. Jahrhundert?”

Freitag, 28. 1., 19 Uhr, Familiengarten, Oranienstr. 34, Berlin
Mit dem Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin

Internationalismus hat eine lange und umkämpfte Geschichte. Die 1. Internationale 1864 definierte den Begriff des Proletarischen Internationalismus – er entwickelte sich über die Spanienkämpfe hin zu der Unterstützung antikolonialer Befreiungsbewegungen von Algerien bis Vietnam.
Die Unterstützung und Solidarisierung mit internationalen Kämpfen nahm nach dem Zusammenbruch des Realsozialismus aufgrund verschiedener Faktoren rapide ab. Die Antiglobalisierungsbewegung prägte seit Seattle und den ersten Sozialforen eine neue Form internationalistischer Praxis. Weiterlesen

Reihe Antimilitaristische Abende: Veranstaltung zu Opfer, Helden, Mythen

Für praktische Ent-Heroisierung der Bundeswehr! Veranstaltung am 3. Dezember 2010
Ort: Familiengarten, Oranienstraße 34, Berlin-Kreuzberg, 19.30 Uhr

Die Gesellschaft soll heroischer werden: Mit Ehrenmalen, Ehrenkreuzen, politisierten Trauerritualen usw. soll erreicht werden, dass die aus Militärsicht viel zu unheroische Bevölkerung den Tod deutscher Soldaten und die Milliardenkosten für die Kriegseinsätze als notwendig und legitim begreift.
Flyer als pdf
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Reihe Antimilitaristischer Abende: Das andere Afghanistan – Eindrücke einer Reise

Start am Freitag, 22. 10. 2010

Ort: Familiengarten, Oranienstraße 34, Berlin

Deutschland führt Krieg.
Es ist nicht unser Krieg, aber er wird in unserem Namen geführt, angeblich zu unserem Nutzen.
Die Mehrheit der Bevölkerung spricht sich in Umfragen gegen die Beteiligung Deutschlands am Krieg in Afghanistan aus. Dennoch duldet sie fast widerstandslos, fast stillschweigend, dass jeden Tag Kriegsflugzeuge und Truppentransporter von hiesigen Flughäfen starten.
Wo deutsche Soldaten nicht selbst Krieg führen, feuert ihn die Rüstungsindustrie mit ihren Produkten an – zum Beispiel in Kurdistan. Kinder und Erwachsene, Frauen und Männer, Zivilisten und Aufständische sterben, getötet von deutschen Soldaten, getötet mit deutschen Waffen.

Wir diskutieren in einer Reihe Antimilitaristischer Abende ab dem 22. Oktober 2010 verschiedene Facetten der deutschen Kriegspolitik: Wirtschaftliche und geostrategische Interessen, die Selbstdarstellung der Bundeswehr und der Wandel des Soldatenbildes, die konkreten Folgen der Kriege, die Möglichkeiten des Widerstandes und dessen mögliche Bündnispartner in den „Einsatzgebieten“ der Bundeswehr.
Wir wollen uns mit politisch Aktiven austauschen und Formen des Widerstands diskutieren. Vor allem wollen wir darüber reden, wie jene zum Handeln ermuntert werden können, die bislang nicht aktiv sind.

veranstaltet von: Libertad! und BAMM (DFG-VK)

Das komplette Programm findet sich unter www.antimilitarismustag.de Weiterlesen

29. Juni, 19:00 Uhr: Ordnung auf Deutsch Deutsche Polizisten in Afghanistan – ein gescheiterter Herrschaftsversuch?

Auslandseinsätze deutscher Polizisten werden als wichtiges Mittel europäischer Außenpolitik dargestellt. In Afghanistan gehört die Ausbildung der dortigen Polizei zum Projekt eines effektiven Besatzungsmanagements: Sobald die afghanische Regierung genügend „eigene“ Machtmittel hat, können die Besatzer abziehen, so das Kalkül. „Übrig“ bleibt doch wieder nur ein eskalierender Krieg, und entsprechend verfolgen die internationalen Polizisten einen paramilitärischen Ansatz. Gibt es Alternativen aus Sicht einer antimilitaristischen Linken?

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